Qualifikation

 

Sprachen

Deutsch, Englisch


Die Grille und die Ameise (von Jean de la Fontaine)
Grillchen, das den Sommer lang | zirpt und sang, | litt, da nun der Winter droht’, | harte Zeit und bittre Not: | nicht das kleinste Würmchen nur, | und von Fliegen keine Spur! | Und vor Hunger weinend leise | schlich’s zur Nachbarin Ameise; | fleht’ sie an, in ihrer Not | ihr zu leihn ein Körnlein Brot, | bis der Sommer wiederkehre. | „Glaub mir“, sprach’s, „auf Grillen-Ehre, | vor dem Erntemond noch zahl | Zins ich dir und Kapital.“ | Ämchen, die, wie manche lieben | Leute, das Verleihen hasst, | fragt die Borgerin: „Was hast | Du im Sommer denn getrieben?“ | „Tag und Nacht hab ich ergötzt | durch mein Singen alle Leut.“ | „Durch dein Singen? – Sehr erfreut! | Weißt du was? Dann – tanze jetzt!“

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